Monsters of Liedermaching in Hannover (Musikzentrum)

Samstag, 9. November 2013 - BiBi

10 Jahre sind schon eine ganz schön lange Zeit in dem sonst oft so schnelllebigen Musik-Business. Und genau auf diese Zeitspanne seit ihrer Gründung können die Monsters of Liedermaching inzwischen zurück blicken. Wow, Respekt.

Da lag die Idee, eine Jubiläums-CD zu veröffentlichen, nah. Im Oktober war es dann soweit und eben dieses Album erschien. Und natürlich folgt dann auch eine Jubi-Tour…hierfür hatten Uta und ich uns schon im Sommer Karten gesichert, denn wir wissen, dass die Monsters-Konzerte in Hannover sehr beliebt und IMMER ausverkauft sind.

Diesmal lag der Termin auf einem Samstag auch extrem günstig, kein Arbeitsstress vorher, einfach schön ausschlafen, chillen und ab auf die Autobahn. Naja, mein Zeit-Management war wieder etwas durcheinander, daher kam ich nicht um 17.30 Uhr am Club an, sondern 20 Minuten später, aber immer noch zeitig genug, um ganz vorn mit anzustehen. Denn die Sitzplätze im Musikzentrum sind nicht so zahlreich, als dass man erst zum Einlass kommen könnte.
Uta war bereits vor Ort und nach einer herzlichen Begrüßung verging die Wartezeit plaudernd mit ihr und anderen lieben Fans, die man immer wieder mal trifft. Hinter uns bildete sich eine schöne geordnete Schlange, so muss das :)

Der Einlass war auch pünktlich um 19 Uhr und verlief ganz entspannt. Beim Reingehen erst mal meinen Lieblings-Mercher Timmey begrüßen und dann in der ersten Reihe Mitte Platz nehmen, yiehaw :D – so soll das.

Ich hatte Uta meine Vermutung kund getan, dass das Konzert sicher nah an dem Jubiläumsalbum angelehnt sein wird – somit erwartete ich nicht viel Neues oder Außergewöhnliches. Damit steht fest: Als Hellseherin tauge ich mal gar nicht ;)

Wobei der Start, der ziemlich pünktlich um 20 Uhr stattfand, zuerst keine Überraschungen beinhaltete – „Party“ ist auch der Opener auf der neuen CD. Und gleich feuerten die Monsters auch ihre Gute-Laune-Hits ab wie das „Punkermädchen“, „Salamandervorhaut“, „Montag“ oder „Laterne“ – somit war das Hannoveraner Publikum schon warm gesungen und gut gelaunt. Aber dann gab es doch immer wieder geniale Schmankerl, die mich zum Aufjuchzen brachten – hatte ich diese doch teilweise schon ewig nicht mehr live gehört. So z. B. „Armer Willi“, der von Burger wirklich so wunderbar vorgebracht wird. Oder auch Freds Hass auf „Pärchen“ – klasse. Rüdi, der am Vortag einen runden Geburtstag gefeiert hatte, reihte sich mit „Muse“ auch in diese Reihe der schon länger nicht mehr gespielten Songs ein. . Trotzdem fehlten auch nicht die neuen Songs, die auf dem Jubiläumsalbum zu finden sind. „Mathe“ und Tottes „Flitzebogen“-Lied.
Totte hat meiner Meinung ja auch einen gar großartigen Humor – und genau den bekam man zu spüren bei einer kleinen Lesung, die er hielt. Thema: Religion – er meinte, das Hannoveraner Publikum wäre intelligent genug dafür und somit führte er uns ein wenig in seine Gedankenwelt ein – wie er es sowohl mit Gott als auch mit dem Teufel mal versucht hat, aber irgendwie keiner so recht auf seine Wünsche und Angebote eingehen mochte.

Mir bleibt nur zu hoffen, dass Totte seine Schreibwerke irgendwann einmal gesammelt heraus bringt – ich wäre ein dankbarer Abnehmer.

Mit dem „Herzblatt-Hubschrauber“ und „Haste mal Feuer“ verabschiedeten sich die Herren Monsters in eine kleine Pause. Was man sich sonst kaum vorstellen kann – ich musste mir meine Jacke anziehen in der Pause, denn die Klimaanlage war dermaßen hoch eingestellt, dass es einen etwas von der Bank wehte. Wir jammerten vorn alle über einen eiskalten Nacken und Rücken – wobei ich es schon angenehm fand, dass es nicht so hölleheiß war – aber etwas weniger zugig wäre auch okay gewesen ;) – sind ja nicht mehr alle knackejung, da machen sich auch mal Zipperlein breit.

Die zweite Hälfte des Konzertes startete mit DEM Kracher schlechthin. Dass ich das noch erleben darf *gg* - schon als Fred etwas von der nahenden Weihnachtszeit redete, durchzuckte es mich: Nein, er wird doch nicht…? Das kann doch nicht…? Oh doch, es konnte und er hat! Das von mir so sehr geliebte Lied „Heilige Nacht“, über das ich mich auch noch nach dem tausendsten Male hören scheckig lachen kann, gab es live. Überhaupt erst das 2. Mal in meinem fast neunjährigen Monsters-Fan-Dasein. Danke, danke, danke, lieber Fred! Und was mich nicht minder flashte, war „Bitte Bitte“, einer meiner liebsten Schröders-Songs, der natürlich von Burger im Liedermaching-Style vorgetragen wurde. Waaaaah…so cool! Ich glaube, wäre jetzt noch „Bühnensüchtig „ von Rüdi gekommen, wäre ich hyperventlierend von der Bank gekippt. Aber dazu kam es dann doch nicht…man kann halt nicht alles haben ;) – dafür amüsierte ich mich köstlich über Tottes „Stilleben“. Lang, lang ist’s her.

Schön fand ich, dass es im zweiten Teil wieder ein paar leisere Songs gab. Es ist halt eine liebgewordene Tradition gewesen, drei oder vier Balladen zu spielen. Hier hab ich mich über „Nr. 2“ und „Blues“ besonders gefreut. Rüdi präsentierte gar einen völlig neuen Song und Pensen und Labörnski hatten ein Schätzchen ausgebuddelt von vor 15 Jahren.

Aber natürlich gabs auch richtig Remmi-Demmi mit Songs wie „Auflaufform“, „Tod in der Nordsee“, „Türen“, „Blasenschwäche“ oder „Moti“. Die Kracher gehören auch einfach dazu. Das Hauptprogramm endete dann mit dem grandiosen „Ich hab dich lieb“ und natürlich gab es vom Publikum sofort Standing Ovations…Mit lautstarken Ohohohoh Monsters-Rufen holten wir die Sechs auch schnell wieder zurück auf die Bühne. Nun war nochmal richtig Mitmach-Action angesagt. Lautes Mitgröhlen bei „Marzipan sowieso – und Burger hatte dann bei „Sususu“ die Idee, dass wir mal alle unsere Handys zücken und leuchten lassen – ob einfach nur das Display angeschaltet wird oder gleich die Taschenlampen-App aktiviert wird, wäre egal…also alle Arme hoch und die Handys schwenken – und wow, das sah richtig super aus. Was war ich froh, dass ich die Taschenlampen-Funktion so schnell parat hatte.

Oh, und dann…wieder eins meiner liebsten: „Ich muss weg“ – hach, was schön…Lautstark feuerte ich ein von Herzen kommendes JA GERNE gen Bühne…und dann war auch schon der erste Zugabenteil vorbei. Aber es ging weiter, noch einmal ließen die Monsters of Liedermaching sich aktivieren und gaben noch einen drauf. „Interesse ist gut“ darf ja auch nie fehlen, ein bißchen Sitzpogo mit „Sabine hat auf Sand gebaut“ und zum Schluß die „Reine Poesie“ – naja, fast zum Schluß. Da auch dieses Mal wieder ein paar Leute im Publikum waren, die erstmalig ein Monsters-Konzert besuchten, erklärte Fred noch kurz, wie man lautlos applaudiert und jubelt und dann gabs ohne Verstärker noch „Eschnapur“…danach brannte natürlich wieder ein Jubelfeuerwerk von seiten des Publikums und auch der Band ab und alle tanzten ausgelassen und freuten sich, so ein schönes Konzert erlebt zu haben. Einfach spitze, toll, wieder dabei gewesen zu sein. Danke Monsters, Danke Musikzentrum, danke Publikum :)

Ein wenig blieben Uta und ich noch auf der Bank hocken, aber als sich der Saal ein wenig geleert hatte, stapften wir auch vor Richtung Ausgang. Ich wollte Timmey am Merch-Stand noch einen kurzen Besuch abstatten, konnte da noch einen Flyer mit Terminen von DAS PACK abgreifen (immer wichtig für die weitere Konzertplanung), Rüdi nachträglich gratulieren, mich von Pensen und Labörnski verabschieden. Alles super, so konnte ich beschwingt die Heimfahrt antreten – und ich muss sagen, ich habe lange nicht mehr so laut und ausgiebig im Auto gesungen *gg*.
Nun heißt es Augen aufhalten für die nächsten Termine der famosen Monsters of Liedermaching.

Wenn ich mich richtig erinnere, feiere ich am 8. Januar 2014 mein 9-jähriges mit euch – und es wird immer besser!

- BiBi -

Fotos von Monsters of Liedermaching in Hannover