Die Schröders in Wuppertal (LCB)

Samstag, 15. März 2008 - Robert

Nachdem Micha und BiBi ja schon zwei Tage Schröders-Tour auf dem Buckel hatten, bin ich in Wuppertal endlich auch wieder mit von der Partie. Und da ich schon zwei Mal im Live Club Barmen war und ihn eigentlich sehr schön fand, freute ich mich auf einen netten Abend. Ein bisschen Sorgen im Vorfeld macht mir das Publikum in Wuppertal, denn bei den zwei Boppin' B Konzerten, bei denen ich dort war, war das Erlebnis sehr unterschiedlich: beim ersten Mal meinten ein paar betrunkene Rockabillys Stress machen zu müssen, beim zweiten Mal war es ein sehr ruhiger Abend. Da aber die Schröders Konzerte in Oberhausen und auch in Ahaus am Vortag, wie man mir berichtete, nicht allzu gut besucht waren, hoffe ich, dass wenigstens genug Leute kommen und die Stimmung vernünftig wird.

Da das Konzert-Junkies Lager nach dem Konzert in Ahaus gestern bei uns in Düsseldorf aufgeschlagen wurde, sollte die Anfahrt kurz werden. Sollte... Denn wie das nun mal so ist, manchmal sind die Wegbeschreibungen der Online-Routenplaner nicht die Besten und so ist plötzlich eine Straße in die wir angeblich rein müssen eine Einbahnstraße. Also umdrehen, zurückfahren und neu suchen. Irgendwann geben wir dann auf wieder auf den Weg zu finden, auf dem uns der Plan haben will und fahren nach Sichtkontakt. Und da Micha und ich Wuppertal letztens ausgiebig erkundet haben, klappt das auch sehr gut. Die Parkplatzsuche klappt dieses Mal auf besser als letztes Mal und so finden wir recht schnell einen Platz ziemlich nahe am Club. Das löst schon große Freude aus, denn die Parkplatzsituation um den Club herum ist alles andere als gut. Da wir nun trotz der etwas komplizierten Anfahrt, aber wegen der schnellen Parkplatzsuche recht früh sind, hocken wir uns vor den Club und essen mitgebrachte Donuts. Lecker!

Glücklicherweise kommen schon vor dem Einlass einige Leute, sodass die Angst vor einem zu leeren Konzert langsam schwindet. Wir lernen nette Kollegen kennen, die für Musik an sich, einem Online-Musikmagazin schreiben und heute auch ein Interview mit den Schröders führen, nachdem wir ja letzte Woche dran waren. So vergeht die Zeit bis zum Einlass recht flott und schon öffnen sich die Türen. Drinnen muss dringend einer Notdurft nachgegangen werden und da macht sich dann einer der wenigen Kritikpunkte am Club bemerkbar: die Toiletten. Ich kann nicht nachvollziehen, wie es dort direkt nach der Öffnung, wo ich der Erste auf dem Klo war, so stinken kann. Krass. Das war mir letztes Mal auch schon aufgefallen. Also da besteht dringend Verbesserungsbedarf.

Danach erstmal ab an die Theke, wo die Bedienung gewohnt flott lief. Großes Kompliment dafür. Die Wartezeit bis zum Konzert mit ein paar Gesprächen überbrückt, nebenbei einige Dinge in Bionade getränkt (nicht Wahr, BiBi? *g*) und sich bestens amüsiert!

Pünktlich um 21 Uhr kommt Pensen auf die Bühne, dieses mal solo mit "Bumm-Gitarre" wie er selber sagt. Da er ja in Oberhausen mit seiner Band "Das Pack" am Start war erlebe ich ihn heute das erste Mal komplett solo und was soll ich sagen, ich bin tierisch begeistert! Pensen rockt mit seiner Gitarre mit eingebautem Mini-Drumset derbe und gibt Songs vom Pack, aber auch alte Klassiker aus dem Monsters Programm zum Besten. Mit dabei unter anderem "Angelala", "Blasenschwäche", das rockende "Geh mir aus der Sonne", das cool groovende "Nur drei Akkorde" und mein aktueller Favorit das "Schlittschuh Lied". Alles sehr geil, mit Spaß vorgetragen und das kommt auch beim Publikum (und Norbert, der anscheinend auf alle Fragen von Pensen passt) super an, so dass Pensen noch für eine Zugabe auf die Bühne kommen muss und noch "Interesse ist gut" mit Hilfe des Publikums performt. Klasse Auftritt und ich würde mich freuen Pensen noch öfter solo sehen zu können und vielleicht gibt es ja sogar mal eine Solo-CD mit dem Setup. Fänd ich spitze.

Kurze Umbaupause, Zeit für noch ein Bier und ein bisschen unterhalten. Danach geht es dann nach dem Muppets-Einmarsch mit dem von der Tour gewohnten Schröders-Programm los. Eröffnet wird mit "Scheißband", "Banküberfall" und "Wie gehts, wie stehts". Da die Bühne im LCB zwar breit genug, aber nach hinten recht kurz ist, sitzt Sascha mit seinem Schlagzeug ziemlich direkt in Burgers Rücken. Dadurch wird der Bewegungsdrang von Burger und O-Lee, die ja sonst doch etwas mehr auf der Bühne hin und her laufen, dann doch etwas eingeschränkt, was aber der Stimmung keinen Abbruch tut. Und nachdem das Publikum dann auch dem üblichen "Publikums-Check" unterzogen wurde klappt das mit dem Jubeln nach den Songs auch prima. Danach gehts weiter mit vielen Songs vom neuen Album, wie "Immer mehr", "Vater und Sohn" und "Emily", aber auch Schröders-Klassikern wie "Lass und schmutzig Liebe machen", "Bayern hat verloren" (wie passend heute, Cottbus - Bayern 2:1 *g*) und "Frösche". Zwischen den Songs wird viel gealbert, Burger möchte spontan einen Song über ein "gef*cktes Huhn" präsentieren und Peter Maffay Songs spielen, lässt dass dann aber doch lieber bleiben und spielt "Fr. Schmidt". Den Abschluss bildet "Heute hier morgen dort", wonach aber noch lange nicht Schluss ist, denn das Publikum und die Band haben offensichtlich noch Lust auf mehr.

Leider haben zu diesem Zeitpunkt einige wohl schon zu tief ins Glas geschaut und so meinen zwei betrunkene Mädels, sie müssten anfangen Leute anzupöbeln. Micha und BiBi werden geschubst, beschimpft und schlussendlich werden ihnen sogar Schläge angedroht. Alles sehr uncool, versaut die Stimmung und muss echt nicht sein. Darum hier nochmal deutlich: wenn Ihr euch nicht im Griff habt, bleibt doch bitte zu Hause und schont die Nerven der Anderen. Wäre spitze, danke!

In der Zwischenzeit ist die Band aber unter Zugabe-Rufen wieder zurück auf der Bühne, spielt passenderweise "Mädchen wie wir", "Nordsee" und "Liebeslied". Doch auch danach ist die Stimmung super und die Band kommt zu einer zweiten Zugabe auf die Bühne. Nach kurzem Gitarren-Wechsel, weil Burger eine Seite gerissen ist gibt es dann noch "Lieber Gott", "Saufen", was sehr gut beim Publikum ankommt *g*, das immer wieder coole "Lindenstraße" und zum Abschluss "Nie wieder Rock'n'Roll".

Im Großen und Ganzen ist das Programm bei den Schröders während der Tour ja immer wieder sehr ähnlich, kommt aber trotzdem gut an und die Leute scheinen eine Menge Spaß gehabt zu haben. Geiler Auftritt.

Danach hocken wir drei uns erstmal in die Sofaecke des Clubs um ein bisschen zu entspannen und noch was zu trinken. Die netten Jungs von Musikansich.de gesellen sich wieder dazu und wie unterhalten uns noch etwas, bevor wir uns um kurz vor Eins auf den Weg nach draußen machen. Vorher unterhalten wir uns noch kurz mit Timmey, der uns verspricht beim nächsten Mal mindestens 800 Schröders-Buttons im Angebot zu haben und den absolut wichtigsten Satz und Fazit des ganzen Abends verrät, aber dazu gleich noch.

Draußen angekommen merken Micha und ich, dass wir gerade eine Bahn verpasst haben und eine Stunde warten müssen, bis die nächste kommt. Also wartet BiBi noch mit uns und wir lassen den Abend nochmal Revue passieren. Danach machen wir uns auf den Weg zum Bahnhof, wo wir dann erneut die Musikansich.de Leute treffen, diesmal aber das letzte Mal für heute. :)

Die Heimfahrt verläuft, abgesehen von den üblichen Betrunkenen in den S-Bahnen reibungslos und so sind wir um kurz vor Drei zu Hause.

Insgesamt ein schöner Abend, toller Auftritt von Pensen, tolles Schröders-Konzert, zwei nervige Konzertbesucherinnen, dafür aber auch einige sehr nette Leute kennen gelernt, sich am Ende leider von so gut wie niemandem Verabschiedet, weil irgendwie alle verschwunden waren, aber doch eine Menge Spaß gehabt. Freu mich aufs nächste Mal.

Und nun das wichtigste zum Schluss: Timmey möchte nicht mehr aufstehen, weil "Ich liege gerne!". Klar soweit? :)

- Robert

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