Die Schröders in Hamburg (MarX)

Donnerstag, 13. März 2008 - Micha

Heute ist der erste Tag unserer kleinen Schröders-Tour und ich bin krank. Erstmal 'ne blöde Sache, aber abhalten lass ich mich ja von sowas mal gar nicht. Also schnell ein paar Tabletten eingeschmissen und ab in den Zug. ;-)
Bibi sammelt mich wie immer in Sagehorn ein und bald geht es weiter Richung Hamburg. Club auf Anhieb gefunden, Parkplatz auch, alles wird gut. Ich bin voller extremer Vorfreude auf die nächsten 3 Tage, aber erstmal steht zwischen uns und dem Spaß noch die Zeit bis zum Einlass. Unten aus der Markthalle ertönen zwischendurch so einige Rock'n'Roll-Klassiker und ich will natürlich unbedingt wissen, wer da spielt. Leider sind alle Türen und Tore verammelt und ich bin auch nicht schlauer als vorher. Dann ist es aber auch schon Zeit und wir dürfen ins Warme. Wir kennen uns ja schon aus und suchen uns direkt einen Platz an der Bühne. Da ich ja bekanntermaßen nicht so der Pogo-Freund bin und heute auch alles erstmal etwas ruhiger angehen lassen will, stelle ich mich ein bißchen erhöht auf die Stufe und bin mit meinem Platz auch total zufrieden, bis ich feststelle, dass ich O-Lee nicht sehen kann. Sascha auch nicht so wirklich. Eher suboptimal.
Erstmal steht aber heute Pensen auf der Bühne, dieses Mal ohne sein „Pack“, dafür aber mit „Bumm-Gitarre“. Sehr coole Sache, ich bin total begeistert. In seinem sehr kurzweiligen Set informiert uns Pensen über verschiedene Themen, z.B. über Reggae, unsere Bundeskanzlerin, Beziehungen und noch 'ne Menge andere interessante Dinge.
Dann ist es aber auch schon Zeit für die Schröders. Ein kurzer Blick auf die Setlist verrät uns, dass wir heute mit dem selben Programm wie im Dezember zu rechnen haben, was im Prinzip aber auch ok ist, wir mögen die Songs ja schließlich. ;-)
Es geht also wie immer los mit „Scheißband“, die Stimmung ist super, ich bin sowieso total glücklich, alles ist schön!
Ich nutze die Songs, bei denen nicht allzu heftig gepogt wird dann auch, um den Rest der Band nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen. Auch 'ne schöne Sache!;-)
Auffällig ist heute auch, dass im Gegensatz zur letzten Woche in Oberhausen heute alle Texte mitgesungen werden, auch die vom neuen Album. Hier ist einer der Favoriten ganz deutlich „Emily“, was mich total freut, da es ja auch mein Liebling ist.
Aber auch die Ansagen sind heute sehr lustig, es entsteht irgendwann eine Diskussion über die heimliche Trend-Frisur des Abends, den Iro von O-Lee und einem jungen Herrn vor der Bühne. Burger bemerkt ganz treffenderweise, dass das ganze ja sehr praktisch ist, denn wenn die Frisur wieder in Mode kommt, haben die beiden sie ja schon. Fazit des ganzen: der nächste Song heißt „Fuck off Sänger“. *g*
So hoch im Norden kommt natürlich auch „Bayern hat verloren“ sehr gut an und wird lautstark unterstützt, besonders von den jungen Männern in der ersten Reihe, die nun plötzlich nicht mehr vor sondern auf der Bühne stehen und ihren „Scheiß FC Bayern“-Schal schwenken.
Bald ist aber auch schon wieder Zeit für die letzten beiden Songs im regulären Set, „Frau Schmidt“ wird mit einem Peter Maffay Song eingeleitet (gruselig) und bringt auf jeden Fall viele Lacher. „Heute hier morgen dort“ ist in diesen Tagen irgendwie unser Soundtrack und begeistert einfach immer wieder aufs Neue.
Wirklich Schluss ist aber natürlich noch nicht, es gibt noch 2 Zugaben und los geht’s mit „Mädchen wie wir“, noch so ein Favorit von mir. Natürlich dürfen auch die Klassiker wie „Tod in der Nordsee“ und „Saufen“ nicht fehlen, auch „Lieber Gott“ ist heute wieder mit dabei, und zum Schluss gibt’s wie immer „Nie wieder Rock'n'Roll“.
Wir lassen den Abend noch gemütlich in netter Runde ausklingen, am Ende verschlägt es uns sogar noch auf den Kiez und alles wird gut. Ist doch vollkommen klar.

-Micha
Fotos von Pensen
Fotos von den Schröders